Papers Please ist ein interesanntes Indy-Game. Ich habe die Version auf dem iPad gespielt, es gibt aber auch eine PC-Version. Das Spiel ist in 1982 angesiedelt und man ist Grenzbeamter aus dem fiktiven Astrotzka. Was quasi Russland ist. Der Grenzposten ist in Grestin, das in Ost und West Grestin unterteilt ist, also Berlin als Vorlage nahe legt.

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Das Spiel läuft in Tagen ab an denen Bürger am Grenzübergang kontrolliert werden müssen. Dazu werden zunächst Ausweise, dann Einreisepapiere, später auch Sonderpapiere für bestimmt Gruppen kontrolliert. Die Papiere müssen zur Person passen, untereinander kompatibel sein, und auch auf Fälschungen geprüft werden.

Wäre das noch nicht genug it da auch noch die Famielie zuhause die mit Nahrung, Wärme und ggf. sogar Medizin unterstüzt werden will. Pro Person die kontrolliert wurde gibt es 5 Dollar. Miete, Nahrung, Medizin und Heizung kosten aber auch um die 60 Dollar pro Tag. Heißt: Man muss schnell sein dauert so ein Tag im Spiel doch gerade mal 8-9 Minuten. Falls kein Anschlag oder ähnliches den Grenzübergang vorzeitig schliesst…

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Und damit fangen auch die Probleme an. Lass ich die Heizung aus? Oder sind meine Familienmitglieder dann am nächsten Tag krank? Nehme ich das Angebot an mir ein paar Dollar dazu zu verdienen? Und was ist mit der Menschlichkeit? Hat man dafür Zeit wenn im Akkord gearbeitet wird? Und kann ich es mir leisten meine Macht auszunutzen und Leute über die Grenze zu lassen die es eigentlich nicht dürften? Natürlich werde ich erwischt. Ich werde überwacht und muss im Zweifelsfall Strafe zahlen.

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Papers Please hat mich, obwohl ich nur ein paar pixelige Dokumente vergleiche schnell in den Bann gezogen. Es gab Situationen in denen ich gestockt habe, überlegen musste was ich tue. Obwohl ich eigentlich keine Zeit habe. Und, und das ist kein Klickbaiting, dafür steht das zu weit unten, mein Finale (Eines von 20 verschiedenen Enden) hatmich echt geschockt und überrascht.